Bonjour!

Geliebte Freundinnen und Freunde,

Tja, nun gehört er bereits der Vergangenheit an, der Mai. Ich bin mir im Moment grad noch nicht ganz sicher ob mir dieser Monat auf dem schönen Schloss im schönen Frankreich ziemlich lang oder eben überhaupt gar nicht lang vorkommen soll… Das spielt wohl auch nicht wirklich ne Rolle und interessiert wohl auch nicht wirklich jemanden. Interessant ist es aber auf jeden Fall zu erfahren, wie schnell man sich doch an ein neues Umfeld und eine neue Umgebung gewöhnt und wie schnell man folglich vergisst, dass man seine Tage in Jahrhunderte alten Mauern zubringt, in welchen ganze Generationen von was weiss ich für Menschen vor uns ein und aus gegangen sind. Und dann ist es schon sehr speziell, wenn man sich vorstellt, wie das wohl ausgesehen haben muss an jenem Tage, an welchem das nigelnagelneue Château Montivert feierlich eingeweiht wurde, damals, mit Pferden und so, noch lange bevor unsere Grosseltern das Licht der Welt erblickt hatten.

Nun, werdet ihr euch vielleicht fragen, wie wars denn nun da drüben/unten/oben? Nun, wie soll ich sagen… Es war ziemlich vielseitig. Ja, vielseitig, das ist ein gutes Wort. Da wäre zunächst mal das Wetter. Das fanden wir alle ziemlich eigenartig, zumal wir in den vier Wochen sämtliche vier Jahreszeiten erleben durften. Wir kamen im Spätherbst an, dann kam ein harter Winter (u.a. mit 10cm Neuschnee - wers nicht glaubt, der betrachte die Beweisfotos in der nachfolgenden Galerie), gefolgt von einem Frühling mit Aprilwetter und schliesslich durften wir auch noch bissl Sommer mit Sonnenbrand und Grillparty geniessen. Naja, das Wetter war ja eigentlich auch egal, denn wir wollten ja weder Ski- noch Badeferien machen sondern uns primär auf die Musik konzentrieren. Zu diesem Zweck hatten wir ja schliesslich auch weit über ne Tonne Material angeschleppt. Es dauerte dann auch zwei bis drei Tage bis wir uns einigermassen eingenistet und eingerichtet hatten.

Die ersten beiden Wochen leistete uns unser guter Freund Roger Hofmann Gesellschaft und übernahm bei acht Songs den Bass-Part. Wie einige von euch bereits wissen, hat uns unser geliebter Simon nicht nach Frankreich begleitet und wird auch in Zukunft nicht mehr bei Pilomotor Bass spielen. Sein Austritt stimmt uns nach wie vor sehr traurig aber wir respektieren und akzeptieren Simons Entscheidung natürlich und wünschen ihm auf jeden Fall alles nur erdenklich Gute.

So vertieften wir uns in der folgenden Zeit immer mehr in den Songs, wobei wir uns vorwiegend auf Drums und Bass konzentrierten und weniger den makellosen, perfekten Take sondern viel eher den wirklich magischen Moment einzufangen versuchten, welcher den Liedern das richtige Leben einhauchen sollte. Das Album wird ja schliesslich auch “The Magic Hour II” heissen. Hahaaa, kleiner Spass am Rande… Weitere ganz tolle Vorschläge für den Albumtitel waren z.B. “The Magic After Hour” oder auch gar wunderbare Ideen wie “Castle Brothers” oder “French Fire”. Herrlich.

Kulinarisch liessen wir uns im schönen Frankreich natürlich auch nicht lumpen. Mit Wein und Weichkäse kennen sie sich also schon aus, unsere Nachbarn im Westen, das muss man denen lassen. Ach ja, und auch die zahlreichen Abendessen im grossen Speisesaal, begleitet von klassischer Musik, waren - wie wir fanden - äusserst adäquat. Zudem gab es einige hervorragende Restaurants in der näheren Umgebung, die unsere verwöhnten Gaumen immer wieder aufs Neue mit solch Leckereien wie beispielsweise Crêpe Nutella (mit Nutella aus nem 5kg-Nutella-Bottich) zu entzücken vermochten. Ooh, und dann der Pastis… Hach ja, der Pastis…

Tja, und dann war ja noch das Thema Internet… Wir hatten ja eigentlich vor, euch mehr oder weniger täglich über die Geschehnisse auf Schloss Montivert zu informieren, nur war dies aufgrund der so gut wie nicht vorhandenen Netzabdeckung in diesem Gebiet schlicht unmöglich. Auf der anderen Seite tat uns allen wohl ganz gut, mal nicht die ganze Zeit im Internetz unterwegs zu sein ;P

In den nächsten Tagen wird es nun für uns darum gehen, erstmal wieder in der “realen” Welt anzukommen und uns in unserem guten alten Bistro wieder einzurichten um alsbald wieder am Album arbeiten zu können. Es stehen ja dann auch zwei Konzerte an, einerseits oben aufm Hoch Ybrig und dann schon bald im KKL Luzern. Wir hoffen, dass wir da den einen oder anderen brandneuen Song zum Besten geben können und damit wir dies können, werden wir in den kommenden Tagen ein paar Proben mit dem “neuen Mann am Bass” abhalten. Wer das sein wird, werdet ihr dann schon sehn… ;) Wir freuen uns rüüdig.

Soo, und nun - wie versprochen - noch einige Schnappschüsse vom Mai. Es wird in Bälde mehr zu sehen geben. Unser Freund und Topfotograf Michel Gilgen hat uns nämlich über eine Woche in Frankreich begleitet und massenhaft Stand- und Bewegtbilder von uns eingefangen. Ihr werdet staunen. :)

Merci fürs Lesen. Lasst es euch gut gehen. Bis bald und Hopp Schwiiz!
Pilomotor

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